Schweine im Web-All

26. August 2009

Wer heutzutage bei der jungen Zielgruppe so richtig die dicken Schnitzel vom Teller ziehen will, der braucht vor allem eines: Street Credibility. Und diese fliegt einem selbstverständlich in welcher Jugendkultur quasi wie gebratene Tauben direkt in den Mund? – Klar, bei den crazy Typen vom Hiphop! Die sind immer total saudown mit der Welt, hängen in Hinterhöfen rum, bewahren ihre heisse Musik im brennenden Mülleimer auf, rauchen Wiener Würstchen und twittern sich nebenbei die Klauen wund. Außerdem sind sie ein sonnenbrilletragendes Schwein.
Qulio
So jedenfalls stellt sich das offenbar die Firma BiFi vor, welche ihr gesamtes Testimonialbudget für die nächsten 10 Jahre gemeinsam mit ein paar Kilos Minisalami leider bereits Bastian Schweinsteiger in den Rachen geworfen hat und nun, da „die Mini-Brühwurst in der extra – stylischen Frischepackung für Aufreissertypen“ aka „BiFi Wiener“ in die Ladenregale und dann in die Picaldi-Jackeninnentasche des gemeinen Gesamtschülers verfrachtet werden soll, offenbar nicht mehr über die Mittel verfügt, Bushido oder Prinz Pi hinter die virtuelle Wursttheke zu stellen.

Stattdessen soll oben genannter Eber die Karre aus dem Trog ziehen: KING QULIO, laut eigenem Steckbrief Beatboxer, Graffitikünstler, Skateboarder sowie ein Freund der edlen „Rapp-Musik“.

Glücklicherweise ist King Qulio aber nicht auf den Rüssel gefallen und nutzt DAS trendy Sprachrohr Twitter, um mit der Peer Group in Kontakt zu bleiben. Dieses nun gottseidank sehr konsequent genauso, wie sich der normale Mensch die Inhalte eines twitternden Schweins vorstellen würde: Unfassbar langweilig und zudem in „Schweinejugendslang“: „Klar bin ich sauqul“, „Mal wieder sauheiß heute – aber ich find das saugeil.“ „Twittert, was für eine “qule Sau” ich bin und gewinnt ein qules Gewinnpaket!“.

Wer frei von Sülze ist, der werfe das erste Schwein.

http://twitter.com/qulio
http://www.bifi.de/king-qulio.asp