You are no longer friends with Trent Reznor
12. Juni 2009
Trent Reznor, Kopf und einzig konstantes Mitglied der Band Nine Inch Nails, hat im Umgang mit dem Internet vieles in den vergangenen Jahren richtig gemacht: Er hat den engagierten Dialog mit Fans gesucht, versucht, seine Produkte an den Interessen der Fans auszurichten und ging dabei schlußendlich soweit, dass seine letzten Alben unter einer Creative Commons Lizenz erschienen. Reznor hat das soziale Netz als das wahrgenommen, was es ist: Eine wunderbare Möglichkeit, im direkten und glaubwürdigen Austausch mit Kunden die eigene Marke zu fördern.
Leider ist so ein Austausch immer nur so gut wie diejenigen Menschen, die an ihm partizipieren. Und offensichtlich sind manche Nine Inch Nails Fans ähnlich dogmatisch und angenehm in ihrem Onlineverhalten wie zum Beispiel britische Neonazis. Reznor hat ganz offensichtlich den Spaß an der Sache verloren: In seinem eigenen Fanforum erzählt er eine lange Geschichte von sehr unangenehmen und sehr hässlichen Fans, die ihm den Spaß an der offenen Kommunikation genommen hätten. Den eigenen Rückzug beschreibt er final als Resultat des eigenen Experiments mit den sozialen Medien:
“I will be tuning out of the social networking sites because at the end of the day it’s now doing more harm than good in the bigger picture and the experiment seems to have yielded a result. Idiots rule.”